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UNARMED AND DAZED
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EFRAT ALONY
UNARMED AND DAZED
ORDER NO. ENJ-9491 2

Efrat Alony vocal
Mark Reinke piano, keyboards
Andreas Henze bass, guitar
Kay Lübke drums
Athena Quartet Saskia Viersen, Margherita Biederbick, Hanna Klein, Kathrin Bogensberger


1. Silent Seekers 06:34 | 2. The Colour Of Endings 05:06 | 3. Blindfolded 06:44 | 4. The Song Of Comfort 03:58 | 5. Skylight 06:27 | 6. Lights On/off 05:15 | 7. Singing My Song 05:28 | 8. She's Leaving Home 04:56 | 9. I Saw You There 02:08 | 10. Unarmed And Dazed 05:01 | 11. Take It With Me 03:53 | 12. Afterglow 01:45

Total time: 57'15

To German partBiographyPrint versionthis artist is not on tour

Born in Haifa, Israel, singer Efrat Alony studied composition, arranging, jazz singing and classical singing in her home country as well as the United States and Germany and took additional lessons from the likes of Joe Lovano, Bob Brookmeyer and Steve Gray. Efrat was a featured soloist with German Sunday Night Orchestra and worked as a musical director and vocal coach for various theatre productions. When studying at Berklee College of Music in Boston, she met German pianist Mark Reinke, a former student of pianists Aki Takase and Richie Beirach. Efrat and Mark soon made up a team heading for new paths in vocal jazz. "We simply wanted an affirmation of form", says Reinke, "and concentrated on the essential." The result is a very individual form of jazz songs -- expressionistic, full of urgency and compositional strength. "As sad as her eyes are her songs", one critic wrote. "Her disarmingly clear sound is contrasted by refined arrangements. A real ear opener."

Efrat Alony's monolithic, independent alto voice has sometimes been compared to those of Joni Mitchell, Edie Brickell or Susi Hyldgaard. It was described by the press as "unusual", "dedicated", "conveying depth", "warm, powerful and marvellously melancholic". Berlin daily Morgenpost reads: "The lightness with which her full and warm voice floats through the octaves, makes one forget how difficult some of the lines are. The cello is her favorite instrument: 'Its sound is beautiful, round, dark, massive and full of depths' -- descriptions that match Alony's style as well."

An admirer of Joni Mitchell and Sidsel Endresen, Efrat Alony enters new realms of expression on her third album "Unarmed And Dazed". With a voice as naked as the musical forms are complex, she delivers her very personal lyrics and melodies along with two individual cover versions of songs by the Beatles and Tom Waits. Sometimes swelling with string quartet and organ sounds, sometimes touched by rock and electronic influences, Efrat's music is like a planet of its own -- full of atmosphere and secret and spinning around along the edges of jazz.



Efrat Alony wurde in Haifa (Israel) geboren. In ihrem Heimatland, in den USA und in Deutschland studierte sie Komposition, Arrangement, Jazz- und klassischen Gesang und nahm Unterricht bei Joe Lovano, Bob Brookmeyer, Steve Gray u.a. Efrat war Feature-Vokalistin beim Sunday Night Orchestra und arbeitete als musikalische Leiterin und Vokaltrainerin für diverse Theaterproduktionen. Während ihres Studiums an der Berklee School in Boston lernte sie den Pianisten Mark Reinke kennen, der u.a. bei Aki Takase und Richie Beirach studiert hat. Efrat und Mark bildeten bald ein Team auf der Suche nach neuen Pfaden im Vokaljazz. Das Ergebnis dieser Suche ist eine sehr individuelle Form von Jazzsong mit komplexer, inhaltsbezogener Dramaturgie: expressionistisch, eindringlich, entwaffnend ehrlich und kompositorisch eigenwillig.

"Traurig wie ihre Augen sind auch ihre Songs", schrieb ein Kritiker über Efrat Alony. "Ein echter Ohrenöffner." Ihre monolithische, eigenständige Altstimme wurde gelegentlich mit Joni Mitchell, Edie Brickell oder Susi Hyldgaard verglichen. Die Presse beschrieb sie als warm, dunkel, kraftvoll, melancholisch, ungewöhnlich, tiefsinnig und seelenvoll. In der Berliner Morgenpost konnte man lesen: „In ihren Kompositionen bevorzugt sie mittlere bis langsame Tempi und komplexe Harmonien. Die Leichtigkeit, mit der ihre volle und warme Stimme durch die Register schwebt, macht vergessen, wie schwierig manche Linie zu singen ist (..) Ihr Lieblingsinstrument: das Cello. ‚Es besitzt einfach den schönsten Klang, den ich kenne, sehr rund, dunkel, massiv und sehr tiefsinnig.‘ Beschreibungen, die auch auf Alonys Stil passen."

Auf ihrem dritten Album, "Unarmed And Dazed", tritt Efrat Alony in neue Bereiche des Ausdrucks. Mit einer Stimme, die so nackt ist, wie die musikalischen Formen komplex sind, präsentiert sie ihre eigenen, sehr persönlichen Texte und Melodien sowie zwei individuelle Cover-Versionen (Beatles, Tom Waits). Efrats Musik, die mal mit Streichquartettklängen oder Orgelsounds anschwillt, mal von Rock- oder Elektronik-Einflüssen berührt ist, bildet einen ganz eigenen Planeten voller Atmosphäre und Geheimnis, der sich auf eigenwilligen Wegen um die Jazzsonne bewegt.

Kritikerstimmen

Israel im Herzen
Sie lebt seit Jahren in Berlin, trägt aber Israel noch immer im Herzen Die aus Haifa stammende Sängerin Efrat Alony bekennt sich zu ihren Wurzeln. Sie hat das auch schon musikalisch getan, ist aber auf der neuen Platte "Unarmed And Dazed" (enja/Soulfood) nur noch mit englischen Texten zu hören. "Es hat sich bei meiner ersten Platte einfach gezeigt, dass es schwierig ist für das Publikum, Lieder auf Hebräisch zu hören. Das heißt aber nicht, dass ich nie wieder Lieder auf Hebräisch schreibe. Das ist meine Muttersprache, und die Assoziationen zu allem sind am größten in dieser Sprache. Aber ich mag auch Englisch, das Englische singt sich sehr gut." Efrat Alony singt nicht nur, sie hat auch die meis­ten Songs der neuen Platte geschrieben.
"Ich schreibe sehr assoziativ. Meistens kommt der Song zuerst. Dann schaue ich, welche Bilder in mir bei der Musik auf­gehen, und dann schreibe ich den Text." Das Thema Israel ist dabei natürlich nie ganz ausgeblendet. Wie auch: Efrats ganze Familie lebt noch dort, und mehrere Male im Jahr fliegt sie nach Israel. "Ich fühle mich wohl in Berlin, aber richtig zu Hause fühle ich mich immer noch in Israel. Der erste Song des Albums, ,Silent Seekers', handelt auch von Israel. Er dreht sich um das, was dort zum alltäglichen Leben mit Kriegsbedrohung gehört." Anderes auf "Unarmed And Dazed" dreht sich ums Sehen. "Ich habe mich damit beschäftigt, was wir sehen, was wir sehen wollen und was nicht. Da ist viel subjektive Wahrnehmung dabei."
Verpackt werden Efrat Alonys Beobachtungen in dunkle, aber nie pessimistisch klingende Töne, in lang gezogene Melodiebögen, die mit Streicherklängen des Athena String Quartet und modernen Keyboardsounds ihres Pianisten Mark Reinke markante Farbtupfer erhalten. "Meine Klangfarben sind Farben, die sehr oft in der israelischen Musik verwendet werden. Ich finde sie einfach ästhetisch schön und keineswegs düster, wie manche sie empfinden. Mich berühren diese Klangfarben einfach. Ich will niemanden damit in schlechte Stimmung versetzen." Diese Gefahr besteht wohl auch nicht.
Was genau ihre Musik ist, darüber möchte die sympathische Israelin aber nicht groß nachdenken. "Ist es wichtig, ob es jetzt Jazz oder mehr Singing/Songwriting ist, was ich mache? Mir sind Form und Struktur zum Beispiel wichtiger als Improvisation. Ich hätte mit meiner Stimme viel mehr machen können, als ich das auf der neuen Platte gemacht habe. Doch ich habe in letzter Zeit viel Steve Reich gehört und finde es spannend, mich einfach auf das Wesentliche zu reduzieren." Wenn dabei ein so dichtes und fesselndes Werk wie "Unarmed And Dazed" herauskommt, wird Understatement zum genau richtigen Schachzug. (Jazz thing, Christoph Giese)

"Unarmed and dazed" ist bereits das dritte Album der in Berlin lebenden Israelin Efrat Alony. Dabei steht ihr wiederum ihr musikalischer Dauerpartner, der Pianist Mark Reinke, zur Seite, der auch zwei Kompositionen beisteuert. Stilistisch bewegt sich das Album zwischen Jazz und anspruchsvollem Singer/Songwritertum. Das Faszinierende dabei ist, dass es Alony gelungen ist, daraus eine ganz eigene Klangsprache zu generieren, die man als populäres Kunstlied bezeichnen könnte: hoch expressive, aber keinesfalls verkopfte Songs, die melodisch wie harmonisch vielfach gebrochen sind, manchmal fast in kleine Sinneinheiten zu zerfallen scheinen und doch spürbar von einer alles sicher umspannenden Idee gehalten werden. Es liegt sehr viel Freiheit und Originalität in diesen Stücken. Diese Musik ist nicht nur anders, sie hat auch eine ganz eigene Qualität. Es macht Spaß, sich ihr zu stellen." (Jazz Podium, Volker Doberstein)

Bei der israelischen Sängerin Efrat Alony hat sich offenbar ein Wechsel vollzogen, zwar weder in der Arbeitsweise noch in der Art zu singen. Doch waren auf den Vorgangeralben noch Alony und ihr Pianist und Komponist Mark Reinke auf Fotos zu sehen, ist sie diesmal allein auf dem Cover. Mark Reinke ist allerdings nachdrücklich musikalisch dabei, allerdings zeichnet Efrat Alony für den Großteil der Songs alleine verantwortlich. Zur ursprünglichen Quartettbesetzung gesellt sich noch das Athena String Quartet. Mit Streichern (selbstverständlich, denn solche sind im Original ja - wenn auch anders - ebenfalls am Start) klingt Paul McCartneys "She's Leaving Home" genauso ergreifend bei Efrat Alony wie die Beatles-Aufnahme. Die Streicher umschmeicheln die Stimme der Israelin, keine textlichen Schnörkel, wenig Doppeldeutiges. Nicht umsonst sind ihre Vorbilder nicht bei klassischen Jazzsängerinnen zu finden, sie sieht eher in Joni Mitchell und Sidsel Endresen ihre großen Vorbilder. Auf diesem Weg sind die Texte auch tiefer geworden, das Musikalische gerät dadurch zum zweckdienlichen Vehikel (aber nicht mindestens genau so wichtigen!). Interessant sind vor allem die Stücke, die wirklich experimentell werden, wie zum Beispiel "I Saw You There", in dem Efrat Alony mit Computergesangspuren und Streicherakzenten spielt, die durch den 7/4-Takt immer wieder anders fallen. Unarmed And Dazed ist auf alle Fälle eine deutliche Weiterentwicklung zu den zwei Vorgängeralben. Interessant dürfte es auch sein, dieses Projekt live auf der Bühne zu erleben. (Jazzthetik, Angela Ballhorn)

Die israelische Sängerin Efrat Alony wurde 1975 in Haifa geboren. Sie fühlt sich seit ihrem Studium an der Hanns-EislerMusikhochschule in der Berliner Jazzszene heimisch. Bewegend und beweglich - die Stimme von Efrat Alony ist schlicht beeindruckend. Sie geht tief, verarbeitet kantige Emotionen und schnürt sich um ernste Themen wie "The colour of endings", "Blindfolded" oder das Titelstück "Unarmed and dazed". Die Platte der israelischen Sängerin mit dem Pianotrio um Mark Reinke lebt von der Dramaturgie der Stücke und der Traurigkeit der Stimme. Hier und da ein paar wendige Klavierschnörkel und die stilvolle Begleitung der Streicher schenken den Stücken eine seriöse Fröhlichkeit. Das macht die Musik zum angenehmen Klangerlebnis, das durchwegs dazu verleitet, immer noch genauer zuzuhören und die Verbindung von Text und Melodie zu ergründen. (Jazzzeitung, Uta Leidenberger)<7P>

Die Sängerin Efrat Alony hat nicht nur eine interessante Stimme sondern ist auch eine Komponistin und Textdichterin, die etwas zu sagen und ihre eigene Sprache gefunden hat. Ihre Songs sind melodiös und doch nicht einfach gestrickt, sie sind lebendig, obwohl das Tempo nicht hoch ist, nur hie und da scheint ein wenig Groove durch. Gelegentlich wird Alony schon mit Joni Mitchell und Edie Brickell verglichen, auch ein Vergleich mit Roisin Murphy (Moloko) bietet sich an. Neben ihrem eindringlichen Gesang, bei dem sie ihre vokalistischen Fähigkeiten sehr textgerecht in verschiedene Gewänder taucht, besticht Efrat Alooy mit ihren Songs. die voller Jazz sind. aber meist mit einem melancholischem Grundton abgehandelt werden. Zu einem Lieblingsstück könnte sich "Lights on/off« entwickeln, das durch einen rotzigen Tango eingeleitet und, wenn das Licht ausgeht, in die von Alony und ihrer Band so geliebte »leicht schwermütige« Stimmung getaucht wird. Faszinierend! Wertung: exzellent. (Jazzzeit, bak)

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(Full list)

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